Zwei Vorspeisen, sechs Hauptgänge, eine Nachspeise. Bayerisch gekocht, ohne Umdeutung, und zwei davon sind immer ohne Fleisch.
Das Haus war Salzlager, dann Speditionskontor, dann sechzig Jahre lang nichts. Wir haben das Gewölbe trockengelegt, die Bruchsteinwände gelassen, wie sie waren, und nur Licht, Küche und Lüftung neu gemacht.
Neun Gerichte stehen auf der Tafel. Was am Donnerstag auf dem Neupfarrplatz und bei zwei Höfen im Gäuboden zu bekommen war, entscheidet, was davon übrig bleibt.
Vier Zahlen, die den Betrieb an der Keplerstraße beschreiben – mehr Kennzahlen führen wir nicht.
Ein Tisch wird bei uns einmal am Abend vergeben. Wer um sechs kommt, sitzt bis zum Schluss, und niemand steht daneben und wartet darauf, dass etwas frei wird.
Am Telefon geht es schneller als über jedes Formular. Wir sagen sofort, was frei ist, was auf der Tafel steht und ob der Salon an dem Abend überhaupt aufmacht.
Fünfzig Plätze wären leichter zu rechnen. Wir haben uns für vierunddreißig entschieden, weil sich der Rest des Betriebs daran ausrichtet – Küche, Service, Tempo.
Der Casino-Salon unter dem Dach läuft getrennt vom Gewölbe. Er öffnet ab 22:00 Uhr, hat zwei Tische und steht ausschließlich Gästen ab 18 Jahren offen. Wer im Casino Platz nimmt, meldet sich vorher kurz am Empfang an.
Keine Grundsätze, sondern Regeln aus dem Betrieb – aufgeschrieben, weil am Telefon immer wieder danach gefragt wird.
Zwei Vorspeisen, sechs Hauptgänge, eine Nachspeise. Bayerisch gekocht, ohne Umdeutung, und zwei davon sind immer ohne Fleisch.
Gemüse vom Markt am Neupfarrplatz, Fleisch von zwei Höfen im Gäuboden, Donaufisch freitags. Seit neun Jahren dieselben drei Lieferanten.
Vier Sorten vom Fass aus zwei Klosterbrauereien der Oberpfalz, dazu zwölf Weine und drei alkoholfreie Alternativen.
Anderthalb Meter Bruchstein schlucken jeden Nachbartisch. Deshalb reichen vierunddreißig Plätze in einem Raum, in den fünfzig passen würden.
Vierzehn Personen, eine feste Auswahl, zehn Tage Vorlauf. Gekocht wird dasselbe wie unten, nur einmal für alle – so wartet niemand auf sein Essen.
Drei in der Küche, zwei im Gewölbe, und oben ein Croupier an den beiden Tischen. Mehr Personal hat der Salzstadel nie gehabt.
Gäste seit der Eröffnung
Gerichte im Heft der Küche
Jahre an der Keplerstraße
Bewertung im Schnitt
Vier Zuschriften aus dem letzten Halbjahr, unverändert und mit Einverständnis übernommen.
Die dicken Mauern machen genau das, was man sich von einem Gewölbe erhofft: man versteht sein eigenes Wort und hört sonst nichts.
Vier Sorten vom Fass, alle aus der Oberpfalz, und zu jeder konnte man in einem Satz sagen, warum sie am Hahn hängt.
Das Zimmer im ersten Stock, feste Auswahl, zehn Tage vorher besprochen – und am Abend kam genau das auf den Tisch.
Im Salon wurde der Ausweis kontrolliert, die Regeln vorher erklärt und die Grenzen gezeigt. Um Viertel nach eins war Schluss, wie angekündigt.
Neun Gerichte auf der Tafel, keine gedruckte Karte, und der Service weiß bei jedem, woher es kommt. Genau so mögen wir das.